Bruttogehalt

Was genau ist ein Bruttogehalt?

Das Entgelt aus nichtselbstständiger Arbeit, also das, was ein normaler Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber erhält ist bei Angestellten und Beamtern das Gehalt. Ohne jegliche Abzüge nennt man es dann Bruttogehalt. Anders nennt man das Entgelt, das auf Stundenberechnungen basiert, zum Beispiel in der Baubranche, da heißt es dann Lohn oder ohne Abzüge, Bruttolohn.


Die Begriffe Gehalt und Lohn werden oft verwechselt, das ist aber im Prinzip auch nicht problematisch nur sollte man Brutto und Netto nicht verwechseln, das könnte mitunter traurig enden ;-).

Wie gesagt ein Gehalt bekommt nicht jeder Arbeitnehmer. Die ursprüngliche Bedeutung von Gehalt war die regelmäßige Bezahlung für Beamte und Angestellte. Heute ist diese Unterscheidung nicht mehr durchgängig gebräuchlich. In Deutschland kennen wir verschiedene Begriffe, die das Arbeitsentgelt für Leistungen aus unselbstständiger Arbeit meinen:

  • Einkommen (Sachliche oder monetäre Leistung für eine natürliche oder juristische Person)
  • Verdienst (Sachliche oder monetäre Leistung für eine natürliche Person)
  • Lohn (Nach Stunden berechnete Bezahlung für geleistete Arbeitszeit)
  • Gehalt (Regelmäßige monatliche Bezahlung von Beamten und Angestellten)


Warum spricht man vom Bruttogehalt?


Den Begriff Brutto findet man nicht nur im Zusammenhang mit Lohn und Gehalt, sondern auch bei Lebensmittel beispielsweise Bruttogewicht, das Gewicht inkl. Verpackung. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem lateinischen "brutus" und meint "unrein", "stumpf", "schwerfällig".

Im Bereich Lohn und Gehalt ist der Begriff "Brutto" so beliebt, weil das "Brutto" die einzige Messgröße ist, die objektiv vergleichbar ist. Da, je nach Steuerklasse und Lebenssituation (alleinstehend, verheiratet), die Abzüge vom Brutto sehr unterschiedlich sind, ist der Nettobetrag bei gleichem Brutto nicht identisch, also auch nicht vergleichbar.

Gleiches Bruttogehalt, trotzdem Unterschiede beim ausgezahlten Geld


Je nachdem, wie viele Abzüge ein Arbeitnehmer hat, wird der ausgezahlte Betrag, also das "Netto", höher oder niedriger ausfallen. Ein unverheirateter Arbeitnehmer bekommt bei gleichem Brutto wenig Geld vom Arbeitgeber überwiesen als ein verheirateter Arbeitnehmer mit Kindern. Ausschlageben dafür sind die Steuerklassen und der Kinderfreibetrag, die gesetzlich geregelt sind.

Hier bleibt vom Bruttogehalt am meisten über


Die wenigsten Abzüge vom Brutto hat man als Ehepaar mit Kindern, hier einmal zum Überblick die Steuerklassen:

  • Steuerklasse I: ledig
  • Steuerklasse II: ledig mit Kindern
  • Steuerklasse III/V oder IV/IV: verheiratetes Paar mit Kindern
  • Steuerklasse VI: Azubi mit Nebenjob
Wenn Sie Ihr verbleibendes Gehalt vom vertraglich angegebenen Brutto berechnen wollen, benutzen Sie einfach unseren Brutto Netto Rechner.