Kinderfreibetrag

Was bedeutet der Kinderfreibetrag?

Der Kinderfreibetrag ist im in Verbindung der Einkommensteuer zu nennen. Für diesen Betrag sind dann keine Steuern zu entrichten. Allerdings nimmt der Kinderfreibetrag immer Bezug auf das Kindergeld, denn beide Leistungen werden gegenübergestellt und nur die Vorteilhaftere wird berechnet. Das heißt, entweder man bekommt Kindergeld oder den Kinderfreibetrag. Im Schritt zwei des Brutto-Netto-Rechners können Sie die Anzahl der Kinderfreibeträge eingeben.



Höhe und Anspruch auf den Kinderfreibetrag

Genau wie beim Kindergeld, wird der Kinderfreibetrag nur bis zur Volljährigkeit des Kindes gewährt. Sollte sich das Kind noch in Ausbildung (Schule, Ausbildung, Studium) befinden, wird der Freibetrag bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiterhin eingerechnet. Der Kinderfreibetrag für 2019 liegt bei 7.620 € für beide Elternteil. Der Kinderfreibetrag besteht eigentlich aus 2 Einzelfreibeträgen:

  • 1Freibetrag für das Existenzminimum, aktuell 4.980 €
  • Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf, aktuell 2.640 €


Ab wann lohnt sich der Kinderfreibetrag?


Unabhängig vom Einzelfall gilt als Faustregel, dass alleinstehende Eltern ab einem zu versteuernden Einkommen in Höhe von 30.000 € pro Jahr beim Kinderfreibetrag finanzielle Vorteile erhalten können. Bei Eheleuten wird sich der Kinderfreibetrag hingegen ab einem Einkommen vom 60.000 € lohnen.

Kinderfreibetrag pro Kind


Der Kinderfreibetrag berechnet sich jeweils pro Kind. Außerdem teilt sich der Kinderfreibetrag nach dem Halbteilungsprinzip. Als Grundlage gilt bei verheirateten Paaren die Steuerklasse der jeweiligen Eheleute. Als Beispiel ist unter anderem ein verheiratetes Paar anzugeben, bei dem sich beide Eheleute in der Steuerklasse IV befinden. Hierbei erfolgt dann eine gleiche Anrechnung vom Kinderfreibetrag. Bei Paaren, die nicht verheiratet sind und die Steuerklasse I oder II haben, wird das Kind mit dem Zähler 0,5 angegeben.

Kinderfreibetrag bei getrennten Paaren


Wenn sich die Eltern getrennt haben oder auch in Scheidung leben, so spielt es keine Rolle, wo das Kind gemeldet ist und welches Elternteil sich vorrangig um den Nachwuchs kümmert. Der Kinderfreibetrag wird nämlich jeweils zur Hälfte beim Vater und der Mutter berechnet. Als Grundlage gilt, dass ein Elternteil jedoch seiner Unterhaltspflicht mit mindestens 75 % nachkommen soll. Ist dies nicht der Fall, so erfolgt keine Berechnung von dem Kinderfreibetrag bei dem jährlich zu versteuerndem Einkommen.