Lohnnebenkostenrechner

Was rechnet ein Lohnnebenkostenrechner?

Der Begriff Lohnnebenkosten kommt aus der Arbeitgeberperspektive. Lohnnebenkosten sind die Kosten, die noch zusätzlich zum Bruttolohn des Arbeitnehmers anfallen. Das sind die Arbeitgeberbeträge zu den Sozialversicherungen.


Alles zusammen ergibt dann das „Arbeitgeberbrutto“, also die gesamten Kosten die ein Arbeitnehmer pro Monat in einem Betrieb erzeugt. Also ein Lohnnebenkostenrechner berechnet alle anfallenden Kosten des Arbeitgebers.

Lohnnebenkosten


Wenn man den Bruttolohn des Arbeitnehmers als Berechnungsgrundlage nimmt, belaufen sich die zusätzlichen Kosten zuzüglich zum Bruttolohn auf ungefähr 21% vom Bruttolohn des Arbeitnehmers. Folgende Beiträge hat der Arbeitgeber als Lohnnebenkosten zu zahlen:

  • Arbeitgeberanteil Rentenversicherung 9,35%
  • Arbeitgeberanteil Krankenversicherung 7,3%
  • Arbeitgeberanteil Arbeitslosenversicherung 1,5%
  • Arbeitgeberanteil Pflegeversicherung 1,175%
  • Gesetzliche Unfallversicherung ca. 1,5% (je nach Unfallrisiken der Tätigkeit)
  • Umlage U1 für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ca. 1-3% (abhängig von der Krankenkasse)
  • Umlage U2 für Entgeltfortzahlung bei Mutterschaft ca. 0,5% (abhängig von der Krankenkasse)
  • Umlage U3 für Insolvenzgeld 0,15%

Auch wenn die Abzüge und Lohnnebenkosten hoch erscheinen, in Deutschland liegen die Lohnnebenkosten unterhalb des EU-Durchschnitts. Die Abzüge für Arbeitnehmer können Sie mit dem Brutto-Netto-Rechner errechnen.

Lohnnebenkosten Beispiel


Ein Arbeitgeber zahlt einem Arbeitnehmer 3.000 € Gehalt brutto, davon bleibt dem Arbeitnehmer nach Abzug aller Steuern und Sozialabgaben bei Steuerklasse 3 ca. 2.243 €. Zusätzlich zu den 3.000 € zahlt der Arbeitgeber aber auch noch die Arbeitgeberanteile für die Sozial- und Unfallversicherungen. Das sind ca. 21 % vom gezahlten Brutto, also 3.000 € x 0,21 = 630 €. Also zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttolohn noch 630 € Lohnnebenkosten, das sind insgesamt 3.630 €.