Nettolohn

Was ist das Netto Einkommen?

Der Begriff Lohn wird heute umgangssprachlich für jede Art von Entgelt für eine unselbstständige Beschäftigung verwendet. Daher meint Nettolohn den Anteil des Bruttoentgelts, der dem Arbeitnehmer nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleibt.


Korrekterweise müsste man jedoch unterscheiden zwischen Nettolohn und Nettogehalt. Wobei historisch gesehen der Lohn das Entgelt eines Arbeiters war, in der Regel abhängig von den geleisteten Arbeitsstunden. Entgelte Angestellter wurden als Gehalt bezeichnet Hierbei handelte es sich um eine pauschale Vergütung je Monat, unabhängig von den geleisteten Arbeitsstunden. Überstunden wurden hier nicht entlohnt, sondern einem Zeitkonto gutgeschrieben. Beide Vergütungsformen werden heute allgemein als Arbeitsentgelt bezeichnet.

Wie errechnet sich der Nettolohn


Die allermeisten Arbeitnehmer sind unterliegen der Sozialversicherungspflicht. Sie müssen von ihrem Bruttoeinkommen Beiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung leisten. Diese Beiträge werden direkt vom Arbeitgeber einbehalten und weitergeleitet. Hierzu zieht er die Arbeitnehmeranteile direkt vom Entgelt ab. Selbes gilt auch für die zu leistenden Steuern. Der Arbeitgeber muss auf Basis der Steuerklasse des Arbeitnehmers die Lohn- und Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag berechnen und einbehalten. Aus der Differenz von Bruttolohn und diesen gesetzlich vorgeschriebenen Beiträgen und Steuern errechnet sich der Nettolohn. Jetzt ausrechnen lassen vom Brutto-Netto-Rechner.

Verschiedener Nettolohn bei gleichem Bruttolohn

Die Höhe der gesetzlichen Abzüge ist bei Arbeitnehmern unterschiedlich. Sie richten sich nach den verschiedenen Steuerklassen, welche wiederum von der Lebenssituation der Arbeitnehmer abhängen. So hat ein Junggeselle eine andere Steuerklasse, als ein Verheirateter Arbeitnehmer. Ehepaare können Ihre Steuerklassen variieren und damit die Steuerlast von dem einem zum anderen Ehepartner verschieben. Auch Kinderfreibeträge sorgen für einen höheren Nettolohn als bei einem Arbeitnehmer ohne Kinder.
Die Sozialversicherungsbeiträge werden prozentual vom Entgelt bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der jeweiligen Versicherung berechnet. Sofern der Arbeitnehmer nur Geldbeträge als Lohn erhält ist das schon alles. Oftmals werden aber auch Sachbezüge gewährt (Firmenfahrzeug, Wohnung, Rabatte, etc.), welche einen geldwerten Vorteil darstellen und daher beitrags- und steuerpflichtig sind. Auch diese Abzüge mindern den Nettolohn des Arbeitnehmers.