Teilzeit

Ab wann arbeite ich Teilzeit?

Sobald meine Arbeitszeit auch nur eine Stunde niedriger ist als die übliche Arbeitszeit von Vollzeitkollegen/innen spricht man von einer Teilezeitbeschäftigung. Als Beispiel, wenn in dem betreffenden Betrieb üblicherweise 40 Stunden je Woche gearbeitet wird, fängt die Teilzeit bereits bei 39 Stunden an. Auch bei Teilzeit fallen Lohnnebenkosten an, wie viel dann noch übrig bleibt können Sie mit dem Brutto-Netto-Rechner berechnen.


Üblicherweise sind Unterschiede zwischen Teilzeit und Vollzeit größer. Ein häufiger anzutreffende Teilzeitvariante ist eine halbe Stelle. Gemäß unserem obigen Beispiel, entspräche das einer 20 Stunden Woche.
Werde ich für meine Leistungen nur mit 450,00 EUR entlohnt, ist die Bezeichnung Teilzeit nicht mehr üblich. Hier spricht man von Minijob.

Macht es einen Unterschied, ob ich Teilzeit arbeite oder in einem Minijob?

Der Unterschied liegt in der Zahlung der Sozialabgaben. Bei einer Teilzeitbeschäftigung werden die Sozialabgaben für die Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Lohnsteuern und evtl. Kirschensteuern anteilig vom Bruttolohn abgeführt. Bei einem Minijob sind die Abgaben pauschalisiert und deutlich niedriger. Besonders in der Rentenversicherung macht sich dieser Umstand negativ bemerkbar. Eine Rentenversicherung nur auf Basis von Minijobs erreicht niemals die Höhe einer Grundrente, die ja derzeit in der politischen Entscheidung steht. Wie sich die Teilzeit auf Ihren Lohn genau auswirkt, können Sie hier mit dem Teilzeitrechner berechnen.

Habe ich einen Anspruch auf Teilzeit?

Ja, unter gewissen Umständen. Der Anspruch gilt grundsätzlich bei Betrieben mit in der Regel mehr als 15 Mitarbeitern und es muss eine dauerhafte Reduzierung der Arbeitszeit Vertragsgegenstand sein. Es gibt auch die Möglichkeit einer Ablehnung wegen betrieblicher besonderer Umstände. Der Antrag dazu muss mindestens drei Monate vor dem beabsichtigten Zeitpunkt eingereicht werden. Eine Rückkehr zur normalen Arbeitszeit ist ausdrücklich nicht rechtlicher Bestandteil dieser Vereinbarung.

Alternativ kann ein Arbeitnehmer eine Brückenteilzeit beantragen. Dazu müssen mindestens 45 Mitarbeiter im Regelfall im Betreib sein. Brückenteilzeit wird in der Regel zwischen einem und fünf Jahren vereinbart. Besonders nach der Geburt eines Kindes sind diese Arbeitszeitformen beliebt. In diesem Fall wird von Elternzeit gemäß dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzt (BEEG).